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Matthias Levy
Marktleitung
Matthias Levy

Blaue Antennenwelse

Der Blaue Antennenwels: eindrucksvoller Harnischwels

Blauer Antennenwels

Der Blaue Antennenwels ist nicht nur in biologischer Hinsicht ein echter „Fischkopp". 1911 wurde er von zwei Hamburger Importeuren nach Deutschland gebracht und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. 

Einer der visuell eindrucksvollsten und daher beliebtesten Welse für heimische Aquarien ist der Blaue Antennenwels (Ancistrus dolichopterus). Anders als der deutsche Name vermuten lassen würde, gehört er nicht zur Familie der Antennenwelse – deren Männchen Antennen auf der Kopfoberseite tragen – sondern zur Familie der Antennen-Harnischwelse (Ancistrus).

Seine schwarze Grundfärbung spiegelt sein Ursprungsgebiet wieder, den Rio Negro, einen Schwarzwassernebenfluss des Amazonas in Brasilien. Allerdings gibt es auch andersfarbige Sorten. Regelrechte „Highlights“ werden durch die kleine, hellere Punkte gesetzt, die seinen gesamten Körper übersäen. Heller ist auch der Saum der Schwanz- und Rückenflossen, der  von acht bis neun Weichstrahlen durchzogen ist. Die Männchen, die ausgewachsen eine Größe von 13 bis 15 cm und ein Alter von 10 bis 15 Jahren erreichen können, bilden um das Maul herum ein Geweih aus fleischigen Auswüchsen, das sich auch auf die Stirn ausweitet. Bei den Weibchen ist dieses Geweih nicht vorhanden. Die Weibchen sind auch deutlich kleiner als die stolzen Männchen dieser Welse. 

Blauer Antennenwels: Steckbrief

Latein. Name: Ancistrus dolichopterus

Systematik: Harnischwelse, Loricariidae

Länge: bis 15 Zentimeter

Vorkommen: Rio Negro in Südamerika

Pflegeansprüche: weiches Wasser, 26 bis 29 °C, ausreichend Versteckmöglichkeiten

Nahrung: Lebend-, Trocken- oder Frostfutter, Welschips, Gemüse. Außerdem sollten Kokosnüsse, Wurzeln o. ä. für eine ausreichende Versorgung mit Cellulose unbedingt vorhanden sein.

Andere Wels-Arten:

Hexenwels

Der Hexenwels liebt wie alle Welse viele Verstecke. Er ist friedfertig und kann gut mit anderen Fischen zusammenleben.